Fotosammlung von VIPA
Zur Erinnerung:
VIPA ist eine angehende Blindenhündin, welche durch die IPA Region Zürich finanziell (Solidaritätsbeitrag) unterstützt wurde. Darum konnten wir ihr den schönen Namen VIPA geben.
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Brief von VIPA an den Kassier
Lieber Kassier, liebe
Vorstandsmitglieder der IPA Region Zürich.
Niemand von euch kümmert sich mehr um
mich. Am 26. Dezember 2009 feierte ich als jüngstes von 10 geborenen
Welpen meinen 1. Geburtstag. In der Zwischenzeit sind Weihnachten,
Neujahr und Ostern Vergangenheit. Aber zum Glück bin ich bei Herr
und Frau Raymann in Dübendorf zuvorkommend aufgehoben und es fehlt
mir an nichts, vor allem nicht an Liebe. Auch wenn ich mich manchmal
etwas zu jugendlich benehme und mein Gehorsam etwas zu wünschen
übrig lässt, bin ich hier trotzdem herzlich willkommen. Schliesslich
bin ich auch jemand und ausgewachsen bin ich auch schon bald. Mein
Weiss trage ich mit stolz und für mich ist es eine Wohltat, wenn ich
andere so richtig mit meiner Schönheit ausstechen kann. Meine
Chefin, ich meine Frau Raymann,
hat meinen Stolz auch bemerkt. Sie führt mich jedenfalls auch
mit Stolz durch die Gassen. Öfters sind wir zu Dritt unterwegs. Ihr
Mann ist dann auch dabei. So fühle ich mich besonders Stark. Wenn
nur das Lernen nicht wäre. Ich gebe mir alle Mühe und ich glaube,
ich habe auch schon viel gelernt. Ich muss später eine wichtige
Aufgabe übernehmen, hat man mir ins Ohr geflüstert. Es würde mich
sehr freuen, irgendwann etwas von meinen Solitaritäts Freunden zu
hören.
Eure VIPA
Liebe Freunde der IPA Region Zürich.
Diesen Brief hätte VIPA vermutlich
etwa in dieser Form geschrieben. So hatte ich jedenfalls den
Eindruck, als ich sie nach mehr als einem Jahr, am Sonntag,
14.03.2010, wieder treffen konnte. Sie ist wirklich ein wunderbarer
Hund geworden. Dies haben wir Herr und Frau Raymann zu verdanken.
Was alles hinter einer solchen Aufgabe steckt, sind sich vermutlich
nur die Wenigsten bewusst. Der Aufwand alleine ist schon enorm. Das
zusätzliche Wissen für die Ausbildung eines erfolgreichen
Blindenhundes, noch das Andere. Herr und Frau Raymann haben meine
Frau und mich, wie vorerwähnt an diesem Sonntagnachmittag empfangen
und herzlich bedient. Wir durften über VIPA allerlei erfahren. Auch
viel Wissenswertes über die Haltung und Ausbildung eines
Blindenhundes durften wir in Erfahrung bringen. So zum Beispiel,
dass das Futter auf den Hund abgestimmt sein muss, pro Monat ca. Fr.
120.00 kostet ,was aus der eigenen Tasche bezahlt wird, der
Anschaffungspreis von Fr. 2‘000.00 noch das Wenigste ist und die
Ausbildung im Schnitt Fr. 40‘000.00 zu Buche schlägt. Ob es viele
Freiwillige gäbe, die sich für so eine Aufgabe zu Verfügung stellen
würden, habe ich die Beiden gefragt? Leider nein, sagten sie. Es
gebe da halt schon ein grösseres Problem. Die Person muss sich
bewusst sein, dass sie ihr Herzenshund nach zwei Jahren für immer
weggeben muss. Für Mensch und Tier gar nicht so einfach. Es wurde
etwas Still im Wohnzimmer der Familie Raymann. Alle waren in
Gedanken versunken. Für einen Moment dachte ich an eine Lösung.
Zuerst unser Bekanntenkreis anrufen und dann haben wir doch noch die
vielen Besitzer von Polizeihunden. Das muss eine Lösung sein. Noch
gleichentags begann ich mit Anrufen in unserem Bekanntenkreis. Nicht
eine einzige Zusage habe ich bekommen. Alles tierliebende Bekannte
die ein Hund nach zwei Jahren niemals mehr hergeben würden. Für sie
wäre das eine Tierquälerei. Anderntags versuchte ich es mit
gemischten Gefühlen bei ein paar Diensthundeführer. Jeder kannte das
Problem und keiner würde
einen Hund nach zwei Jahren einem anderen Besitzer übergeben. Also
liebe Freunde, helft mit, dass die Blinden Menschen einen
Blindenhund bekommen können. Sie hätten es verdient. Meldet mir,
wenn ihr eine Adresse habt, die ich an Herr und Frau Raymann
weiterleiten kann.
Nun möchte ich persönlich und im Namen
aller IPA Freunde, Familie Raymann für ihr Engagement
das sie für VIPA aufbringen, ganz herzlich danken. VIPA wird
sich bestimmt auf ihre Art und Weise dankbar bei der Familie zeigen.
Euer Kassier IPA-Region Zürich
Stephan Misteli

